Servette Genf - GC Zürich

  • 0:1 (79.) Brahimi
Saison:Saison 2012/2013
Datum:Samstag, 09.02.2013 19:45Uhr
Land:Schweiz
Liga:SuperLeague
Stadion:Stade de Genève, Genf
Zuschauer:4.830

Beim regelmäßigen Durchstöbern der europäischen Spielpläne stachen mir sofort 3 Spiele ins Auge, welche absolut hopperfreundlich terminiert worden waren. Mit dem Stade de Geneve in - logischerweise - Genf, dem Parc des Sports in Annecy, sowie dem Stade Gerland in Lyon standen 3 Leckerbissen auf dem Programm. Die Suche nach Mitfahrern war relativ einfach, mit Marvin und Matse fanden sich schnell 2 Mitfahrer ein, welche mich auf dieser Tour begleiten wollten.
Als alter Sicherheitsfanatiker wurden die Tickets für das Spiel zwischen Evian Thonon Gaillard und Olympique Marseille, sowie für das Spiel Olympique Lyon - OSC Lille bereits im Voraus über das Internet geordert. Lediglich für das Genf-Heimspiel wurde darauf verzichtet, was jedoch bei den durchschnittlichen Besucherzahlen in Genf auch kein weiteres Problem darstellen sollte.
Mit ausreichendem Zeitpolster von etwa 3 Stunden ging es am Samstag-Nachmittag los in Richtung Schweiz. Unterwegs wurden noch Marvin und später dann auch noch Matse (http://www.stiftland-groundhopper.de/) eingesammelt. Die Stimmung war dem Beginn einer Hopping-Tour entsprechend gut und die Freude auf die kommenden Spiele war groß. Diese Freude hielt jedoch auf meiner Seite nicht allzu lange an, denn kaum war die Schweiz erreicht, schon hieß es erst einmal Stillstand. Wurde noch vor Beginn der Tour das ungewisse Wetter von mir als größte Gefahr eingestuft, so entpuppte sich nun der Verkehr als Zeitbremse No.1. Die Minuten und Stunden schmolzen nur so dahin, wohingegen der Fortschritt auf dem Asphalt eher marginal war. Schon nervtötend, wenn man für etwa 10 km mehr als 2 Stunden braucht (den Schnitt kann sich ja jeder selbst ausrechnen). Das pünktliche Erscheinen zu Spielbeginn rückte in weite Ferne und so bereitete ich mich innerlich schon darauf vor, zum ersten Mal nicht pünktlich zum Beginn eines Spieles im Stadion zu sein (es kam sogar der Gedanke auf, gar keine Minute vom Spiel zu sehen bzw. die Frage, ab welchem Erscheinen sich ein Eintritt noch lohnen würde). Als der Verkehr dann wieder einigermaßen floss, war noch ein Zeitpolster von etwa 30 Minuten vorhanden - jetzt darf aber wirklich nichts mehr schief gehen!
Phasenweise schneebedeckte Fahrbahnen, Autos in den Leitplanken, stockender Verkehr - so stellte sich die Situation in der Folgezeit dar - Hass!!
Irgendwann war dann Genf erreicht, Autobahn-Ausfahrt, Stadion in Sicht, Nebenstraße angefahren, Parkplatz gefunden, Laufschritt zum Stadion, Ticketkauf an der Kasse, Einlasskontrolle, hinein ins Stadion und.....
..... 1 Minute später laufen die Teams ein!!!! Was für ein Glücksgefühl!!!
Da hast du zwischenzeitlich schon alle Hoffnungen aufgegeben und dann schaffst du es doch noch Just-in-Time ins Stadion, unbezahlbar!
Der Gästeblock dann zum Einlaufen mit nem richtig schönen Pyro-Intro unter dem Motto „Dä König grüßt vom Thron" - top! Auch der Support im weiteren Spielverlauf war echt gelungen, insbesondere das „A - U" war schon beeindruckend.
Das man jedoch nahezu während des gesamten Spieles nur die Gäste vernommen hatte, lag vor allem daran, dass auf Heimseite absolut gar nichts los war, der Vorsängerpodest war unbesetzt und bis auf 2 oder 3 spielabhängige Szenen war es totenstill.
Sieht man mal von einem Kanonenschlag ab, welcher ca. Mitte der ersten Halbzeit vor dem Stadion gezündet wurde. Nachdem bereits vor diesem Knall das Rütteln an Zäunen bis ins Stadion zu vernehmen war, wurde nach dem Knall meine Aufmerksamkeit (und die zahlreicher anderer Besucher, welche allesamt entweder nach draußen stürmten oder über die Betonbalustrade der Tribünen linsten) kurzfristig vor das Stadion gelegt, wo der Versuch etwa 50 Personen, das Stadion zu stürmen von der Staatsmacht verhindert werden konnte.
Kurz zuvor sorgte bereits ein anderer Stadionbesucher für Ablenkung vom Spielgeschehen, wollte dieser doch ganz direkt von uns wissen, ob wir was zu rauchen für Ihn hätten („‘n bisschen Haschisch?"). Weiterhelfen konnten wir in dieser Angelegenheit nicht, doch ein paar Plätze weiter schien er doch noch fündig geworden zu sein...
Auf dem Rasen war das Niveau eher unterdurchschnittlich, insbesondere GC enttäuschte mich doch sehr. Dass hier der Tabellenführer beim Tabellenletzten zu Gast war, konnte nun wirklich nicht jeder im Stadion sehen. Kurz vor Schluss gelang dann dennoch der Siegtreffer und der Favorit nimmt somit die 3 Punkte mit nach Zürich - Wer solche Spiele gewinnt, wird am Ende Meister.
Für uns ging es nach dem Spiel weiter nach Annecy, wo im IBIS (42.- EUR 3-Personen-Zimmer) genächtigt wurde.

genf-gc

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